2016 wurde – Skat spielen – in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen

Presse nach der Verleihung

Impressionen der Übergabe

Sabine König und Jan Ehlers mit Urkunde
Sabine König und Jan Ehlers mit Urkunde
Präsentation der Übergabe
Vor der Verleihung mit Jan Ehlers, Sabine König und die vier Wenzel
Vor der Verleihung mit Jan Ehlers, Sabine König und die vier Wenzel

Auszeichnungsveranstaltung in Berlin

Am Montag, dem 29. Mai 2017, findet in Berlin die offizielle Auszeichnungsveranstaltung der Deutschen UNESCO-Kommission e.V. für Neuaufnahmen der jüngsten Antragsperiode statt. Hierzu gehört „Skat spielen“.

Übergabe der Anerkennungsurkunde

Anerkennungsschreiben der Deutschen UNESCO Kommission

11.12.2016

Immaterielles Kulturerbe Deutschland "Skat spielen"

Opens external link in new windowBundesweites Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes

Im Bundesweiten Verzeichnis befinden sich derzeit 68 Einträge. Es soll von Jahr zu Jahr wachsen und langfristig die Vielfalt kultureller Ausdrucksformen in und aus Deutschland sichtbar machen. Das Verzeichnis und ein Register Guter Praxisbeispiele mit 4 Einträgen werden in einem mehrstufigen Verfahren von der Deutschen UNESCO-Kommission und verschiedenen deutschen staatlichen Akteuren erstellt. Es ist also kein UNESCO-Verzeichnis.

Es handelt sich um eine Bestandsaufnahme im Sinne von Wissensorganisation, welche immateriellen Schätze unser Land zu bieten hat, welche Tradierungs- und Organisationsformen in Deutschland vorhanden sind und wie weit das Spektrum der Vielfalt reicht. Es handelt sich dabei aber um keine Erfassung des "deutschen Erbes", sondern von kulturellen Traditionen in Deutschland. Die in das Verzeichnis aufgenommenen kulturellen Ausdrucksformen und ihre Träger stehen exemplarisch für die Kreativität und den Erfindergeist unserer Gesellschaft.

Skat Spielen

(Aufnahmejahr 2016)

Skat ist ein Kartenspiel, das geschlechter-, generations- und schichtenübergreifend im Wettkampfformat oder als Freizeitbeschäftigung im Alltag gespielt wird. Für ein Skatspiel werden drei Spieler benötigt. Es ist ein Strategie- und Unterhaltungsspiel, das mathematisches und logisches aber auch phantasievolles Denkvermögen voraussetzt, um Spielzüge zu planen, Karten in Bezug zueinander zu bringen und Spielergebnisse zu berechnen. Lediglich bei der Kartenverteilung spielt Glück eine Rolle, ansonsten wird das Spiel rein durch menschliches Können beeinflusst.

Das Skatspiel führt Menschen verschiedener Altersgruppen, Nationalitäten und Bevölkerungsschichten zusammen, fördert soziale Kompetenzen und Gemeinschaftlichkeit, bringt Spaß und Freude und trägt zur Erholung vom Alltag bei. Das Skatspiel wird von Generation zu Generation häufig innerfamiliär weitergegeben. Zudem fühlen sich der Deutsche Skatverband e.V. sowie zahlreiche Skatvereine für die Erhaltung des Spiels zuständig und organisieren regelmäßige Veranstaltungen und Turniere.

Das Spiel wurde 1813 von einer Reihe angesehener Bürger der Stadt Altenburg auf Grundlage bereits bestehender europäischer Kartenspiele erfunden. 1927 wurde das „Deutsche Skatgericht“ gegründet, eine bis heute existierende und international agierende Prüfbehörde, die eine Internationale Skatordnung festlegt.